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Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Diabetologie und Infektiologie

Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Diabetologie und Infektiologie | Ludwigsburg | PJ-Bericht

 


PJ-Bericht vom 03.07.2025
November 2024 – März 2025

Ein gelungenes Innere-Tertial

Im Innere-Tertial ist man jeweils 4 Wochen in den Abteilungen Kardiologie, ZNA, Pneumologie und Gastroenterologie/Onkologie. Besonders in der ZNA darf man viel eigenverantwortlich arbeiten und man lernt entsprechend sehr viel. Pneumologie und Onkologie haben eine unglaubliche Oberarztdichte, und alle haben wirklich Lust, einem etwas beizubringen. Auch hier darf man viel selbst machen, bspw. Pleurapunktionen, Bronchoskopie, Knochenmarkspunktionen etc. Und in der Kardiologie lernt man (zumindest auf der Privatstation) vom Chefarzt höchstselbst das Interpretieren von EKGs, sodass man das hinterher relativ routiniert kann. Man hat viel Verständnis dafür, wenn man in den Unterricht gehen möchte (in dieser Klinik gibt es jeden Tag mindestens eine Stunde Unterricht) oder mal wegen eines Termins früher gehen oder später kommen muss. Also alles in allem wirklich gut!


PJ-Bewertung aus diesem PJ-Bericht

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Fakten zum PJ aus allen Meldungen zur Abteilung

Die Abteilung Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Diabetologie und Infektiologie garantiert kein Faires PJ ❌

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PJ

Die Fachabteilung Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Diabetologie und Infektiologie in der Klinik RKH - Klinikum Ludwigsburg ermöglicht Medizinstudierenden das Praktische Jahr zu absolvieren. Im PJ gelten folgende Rahmenbedingungen:

71 %

Platz 733

Im PJ-Ranking nach Segmentbewertung in Deutschland von insgesamt 8.160 Fachabteilungen
PJ-Vergütung pro Monat in Euro
812,00
  • Kleidung wird von der Klinik gestellt.
  • Verpflegung wird von der Klinik nicht gestellt
  • Unterkunft im Wohnheim der Klinik möglich.
  • Selbstständige Patientenuntersuchung.
  • k.A. zur Patientenuntersuchung im PJ
  • Selbstständige Erhebung des Anamnesebogens.
  • Assistenz im OP / Funktionsdiagnostik
  • PJ-Mentor eingerichtet
  • Keine Examensvorbereitung im Haus
  • k.A. zum Bed-Side-Teaching
  • Pro Monat findet 20 Mal PJ-Unterricht statt
  • Parkmöglichkeiten
  • Mitfahrten im Notarztdienst möglich
  • PJ-Tertial kann nicht gesplittet werden
  • Eigener Zugang zu allen relevanten PC-Systemen
  • Eigener Spind
  • Teilnahme an Frühbesprechung und Visiten
  • Keine Möglichkeit zum Selbststudium in der Arbeitszeit
  • PJ-Curriculum einsehbar
  • PJ-Rotationen können individuell mitgestaltet werden
  • Teilnahme an Diensten mit Ausgleich in Zeit / Geld möglich
Sonstige Zuwendungen in Euro
0,00
Häufige Tätigkeiten:
  • Tätigkeit am oder mit dem Patienten
  • Blutentnahme
Seltene Tätigkeiten:
  • Nichtärztliche Tätigkeiten
  • Leerlauf
Durchschnittlich 1 PJ-Gespräche pro Tertial
So bewerten Studierende das PJ
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PJ Dokumente:
PJ-Berichte
 
Anonym
10.12.2025
PJ Bericht Innere in Klinikum Ludwigsburg
Ich würde generell sagen ich stand vor dem Tertial dem Pflichtbereich Inneren Medizin recht neutral gegenüber. Einerseits habe ich Innere mit nie endendem Blutabnehmen verbunden, andererseits finde ich, dass die Grundlagen der Inneren einfach für alle notwendig sind und wollte hier dementsprechend auch etwas mitnehmen. Nach dem Tertial kann ich nun sagen, dass mich vor allem die Gastro sehr begeistert hat und ich mir vorstellen könnte hier zu arbeiten bzw. generell in der Inneren anzufangen :)



Man durchläuft als PJ immer Kardio, Gastro, Pulmo und Notaufnahme. In der Gastro ist eine Woche fest für die Funktionsabteilung eingeplant. Es gibt die Möglichkeit auf dem NEF 2 Tage mitzufahren.



Es gibt einen BE-Dienst, der kommt oft montags nicht und manchmal möchte er gern von den PJs entlastet werden und lässt einem dann BEs stehen. Wenn BEs nicht morgens angemeldet sind, fallen sie auch in die PJ-Aufgaben. Manche kamen daher oft nicht hinterher mit abnehmen. Bei mir war es so im Schnitt 1x/Woche wirklich viel, an den anderen Tagen hatte man so seine 6-10 BEs (oft über den Tag verteilt) und ein paar Viggos. Zum Üben echt gut.



Unterricht findet jeden Tag nachmittags statt, montags wechselnd zu verschiedenen Fächern, an den anderen Tagen fest ein Fach oder sogar mehrere Fächer. Dieser findet sehr regelmäßig statt, nur selten fällt etwas aus und oft wird dann ein Ersatztermin angeboten oder jemand anderes übernimmt spontan (sofern genug Interessierte sind). Größtenteils (vor allem in der Inneren Medizin, Pathologie, Neurologie, Päd, Radio, Anästhesie) fand ich den Unterricht wirklich gut und einige Dinge haben mir auch im Examen noch weitergeholfen.



Nun folgt mein persönlicher Bericht, andere PJ haben es sicher anders erlebt und es kommt auch stark darauf an wann und mit wem man im Tertial ist:



Auf der Kardio-Station waren die AÄ wirklich sehr nett und auch viele OÄ waren bemüht. Leider gab es durch Krankheit und generell etwas schlanke Besetzung oft keine Zeit eigene Patienten zu übernehmen. Auf Visite konnte ich aber oft mitgehen. Leider musste man hierfür etwas kämpfen, denn die Stationssekretärin war der Meinung die PJs müssten den BE-Dienst entlasten und hat oft behauptet dieser würde nicht kommen. So war ich öfters mit BEs beschäftigt (und das auch gerne etwas länger, vor allem wenn man dann allein auf Station mit 25 BEs ist). Nach Rücksprache mit den AÄ wurde man dann aber oft für die Visite "abgeholt", sodass man hier dann etwas mitnehmen konnte (aber eben leider dann nicht vorher einlesen/neue Untersuchungsergebnisse sichten). Alles in allem war es aber echt ok, ich konnte Punktionen zusehen, eine eigene hat sich leider nicht ergeben. Ich habe auch einen Tag in der Funktion verbracht, hier wurde ich sehr nett empfangen und konnte bei einigem zusehen. Gerne wäre ich etwas länger dort gewesen, um z. B. auch etwas TTE-Skills mitzunehmen (hierzu gabs aber auch sehr guten Therorie-Unterricht von einem der OAs), das habe ich mich aber durch den Workload auf Station und Unterricht nicht getraut (etwas unklar, ob das erwünscht ist oder nicht, im Nachhinein und nach einigen Tertialen mehr Erfahrung, hätte ich es natürlich einfach tun sollen).



Gastro hat mir wirklich sehr gut gefallen, hier habe ich total viel gelernt und auch die OÄ waren einfach total nett. Die Funktionswoche fand ich auch echt total, es werden hier wirklich sehr interessante Eingriffe vorgenommen, über die Standard Gastro/Kolo/ERCP hinausgehend. Man darf immer alles fragen und kann zwischen den Räumen springen. Mir hat das sehr geholfen, vor allem auch im Hinblick darauf so etwas vielleicht mal aufklären zu müssen. Auch die Möglichkeit sich mit ins Abdomensono zu setzen (und viel selbst zu schallen unter Top-Anleitung) gibt es immer und ist echt für 1-2 Tage empfehlenswert. Von der Infektionsstation würde ich als PJ eher abraten, aber auch nur weil mir BEs und BKs im Isokittel noch weniger Spaß machen.



ZNA war zu meiner Zeit etwas voll, einige Famus und PA-Studis waren auch noch dort. Daher haben wir uns auf die Dienste aufgeteilt. IN der ersten Woche hatte ich etwas mehr "Glück" und konnte etwas mehr sehen. Danach habe ich viel, vor allem "grüne" Patienten selbst übernommen (Anamnese und Untersuchung: KU, Sono) und diese dann wieder den Zuständigen übergeben und besprochen. Hier lernt man vor allem eine eigene Routine, das fand ich echt gut. Manchmal wäre ich aber auch lieber bei den spannenden Fällen dabei gewesen, da muss man sich dann sehr aktiv dazustellen/fragen. Hier kommt es aber auch sehr darauf an wer gerade da war. Eine OÄ hat mit uns sogar extra eigenen Unterricht gemacht und wir durften zu den Fortbildungen dazu, dort habe ich wirklich super viel mitnehmen können.



Es gibt die Möglichkeit direkt an der Klinik ein Einzelapartment zu mieten oder etwas weiter entfernt (ca. 20 min Fußweg/5 Stationen mit dem Bus) ein Zimmer (275?) (Vorsicht: auch einige der Appartements liegen außerhalb). Hier lohnt es sich frühzeitig die Wohnungsverwaltung anzuschreiben.

Die Apartments haben ein eigenes Badezimmer, Bett, Couch, Schreibtisch, Schrank, Regal/Vitrine und kleine Küchenzeile. Die Zimmer haben Bett, Schreibtisch, Schrank, Waschbecken und Kühlschrank. Die meisten hatten auch einen Balkon. Es gibt in keinem von beidem WLAN! Bei mir war zusätzlich leider auch sehr schlechter mobiler Empfang.



Bei mir haben sich theoretisch 7/8 Zimmer 2 Toiletten und 1 Dusche, kleine Küche geteilt. Beides war leider sehr alt und wurde durch Krankheit etc. nur sehr unregelmäßig und dürftig geputzt. Andere haben die Dusche ganz gemieden und waren lieber im Freibad duschen. Die Küche war bei zumindest sehr ordentlich, nur der Backofen leider nicht. Generell konnte quasi jeder im Haus alles mitbenutzen, da es keine schließende Tür gab zum Stockwerk. Auch die Bewohner sind sehr durchmischt. Außerdem auch einige Kakerlaken unterwegs. Die Wohnsituation hat mich leider etwas belastet und mein Tertial leider sehr negativ überschattet. Würde jedem PJ raten ein Apartment zu mieten.



Das Essen ist sehr gut und ist auch wirklich regelmäßig möglich. Im Schnitt kostet es 5 ?.



In Lb gibt es keine Verpflichtung Dienste zu übernehmen, dies ist lediglich freiwillig.



Fazit: Ich hätte mir etwas mehr eigene Patientenbetreuung gewünscht, vor allem in der Kardio (läuft aber z. B. auf der 14 ganz anders). Die AÄ waren aber überall einfach so bemüht den PJs etwas beizubringen, dass es das einfach für mich total ausgeglichen hat und ich gerne "zugearbeitet" habe. Ich habe erst im Nachhinein gemerkt wie viel ich eigentlich in der Zeit (auch im Vergleich zu meinen anderen Tertialen) mitgenommen habe! Leider hat wirklich nur meine Wohnsituation sehr negativ gewirkt und die eine oder andere Diskussion mit dem BE-Dienst (aber auch nicht allen). Wirklich positiv überrascht hat mich auch die Unterrichtsdichte und -qualität!
 
Anonym
16.09.2024
PJ Bericht Innere in Klinikum Ludwigsburg
Zusammenfassend ein gutes Tertial in der Inneren, auch wenn es leider hinter meinen ? aufgrund der super Berichte ? sehr hohen Erwartungen etwas zurückgeblieben ist.

Wer einfach ein bisschen in die Innere eines Maximalversorgers reinschnuppern, viele Dinge ?einmal gesehen haben? und sich an praktischen Fähigkeiten ausprobieren oder auch bloß eine entspannte Zeit haben möchte, ist hier genau richtig. Wer gerne ?eigene? Patienten (mit)betreuen und möglichst selbstständig arbeiten möchte, der muss entweder etwas Glück mit seiner Betreuung haben oder sich lieber ein anderes Haus aussuchen.



Zur Orga und zum Ablauf:

Es wird immer 4 x rotiert: Notaufnahme (4 Wo), Gastro ODER Onko (3 Wo), Endoskopie/Ultraschall (1 Wo), Pulmo (4 Wo), Kardio (4 Wo). Am ersten Tag bekommt jede/r seinen fertigen Plan ausgeteilt, sollte es also besondere Wünsche bzgl. Reihenfolge oder Fachwahl geben, lohnt es sich, dies vorher mit Frau Peters zu klären. Diese ist vor Beginn des Tertials sehr engagiert und gut erreichbar gewesen.

Seit Ludwigsburg über das PJ-Portal buchbar ist, gibt es leider eine Fülle von PJlern, zumal in unserem Turnus deutlich zu viele Plätze freigeschaltet waren, was vor allem in der Chirurgie zu Problemen geführt hat. Für die Innere halte ich INSGESAMT 8-10 PJler gleichzeitig (CAVE: die PJler aus dem 1. Und 3. Tertial überschneiden sich) für gut verteilbar.

ACHTUNG: Die viel beworbenen Kurse im Simulationszentrum werden wohl erstmal nicht mehr stattfinden können. Ich selbst hatte noch das Glück, den Nahtkurs und Laparoskopie-Trainer belegen zu können, wo wir zwei sehr spannende und lehrreiche Tage hatten. Schade, dass sich das nicht mehr durchsetzen ließ, denn es war für viele von uns ein Grund, nach Ludwigsburg zu kommen.

Allen PJlern (aus allen Fachbereichen) wurde hingegen ermöglicht, an 2 Tagen NEF mitzufahren, was ich empfehlen kann.

Der Unterricht in Ludwigsburg ist besonders positiv hervorzuheben. Er findet fast ohne Ausfälle mindestens 5x pro Woche statt und es werden alle Fachbereiche regelmäßig abgedeckt. Besonders gut gefallen haben mir der Pädiatrie-Unterricht, der immer sehr interaktiv war und die Neuro-Lehrvisite. Unterricht war auf jeder Station ein stets akzeptiertes Argument, um zwischen 13 und 15 Uhr zu gehen, danach war dann für uns i.d.R. Feierabend.



Arbeit auf den Stationen:

Je nach Station beginnt der Tag zwischen 7:30 und 8:00 Uhr. Fast alle AssistenzärztInnen sind freundlich und haben Spaß daran, Studis mitzunehmen und (egal, wie viel gerade zu tun ist) ein spontanes Teaching einzuschieben. Auch oberärztlicherseits wird man auf der Pulmo und Onko gut eingebunden und mit Namen gekannt. Auf der Kardio sind die OÄ auf Station eher weniger präsent und man findet sie dafür in der Funktionsabteilung, wo man gerne im Echo gesehen ist.

Die meisten internistischen Stationen haben einen Blutentnahmedienst, sodass sich das Blutabnehmen morgens meist sehr in Grenzen hält und man am Tag ca. 2-3 Viggos legt, was eine gute Übung ist. Wenn eine Visite stattfindet, darf man immer gerne mitlaufen. Gelangweilt habe ich mich auf Station nur selten: Man darf unter Aufsicht verschiedene Punktionen (Aszites, Pleura, Knochenmark) durchführen und ist sehr frei, bei Leerlauf in die Funktionsabteilungen (Broncho, Herzkatheter, Echo, ?) zu verschwinden. Außer dem Anamnestizieren und Untersuchen von Neuaufnahmen gibt es für PJler keine festen Aufgaben, sodass ich mich oft wie in einer ewigen Famulatur gefühlt habe und nicht wirklich das Gefühl hatte, dem Team sinnvoll etwas abnehmen zu können, was ich persönlich sehr frustrierend fand. Je nach Station habe ich viel Zeit damit verbracht, Arztbriefe anzulegen und auf dem neuesten Stand zu halten, was für mich eine gute Übung war, aber definitiv kein Must do.

Trotz mehrmaligen Nachfragens hat es in 16 Wochen nicht geklappt, dass ich ?eigene? PatientInnen betreuen konnte. Zwar habe ich PatientInnen neu aufgenommen und teils oberärztlich vorgestellt, aufgrund der eingeschränkten Befugnisse im Orbis (kein Zugang zum Medikationsprogramm) und des stressigen Arbeitsalltags der StationsärztInnen hörte es aber damit in den meisten Fällen auf. Da habe ich mir dann morgens zwar die Labore angeschaut und mir selbst überlegt, wie man die Medikation anpassen könnte, aber die zuständigen ÄrztInnen hatten dies dann meist schon erledigt, wenn Zeit gewesen wäre, es gemeinsam zu besprechen. Leider sind hier die Strukturen, um PJler sinnvoll einzubinden, nicht vorhanden, sodass ich auch mit Hartnäckigkeit nicht weiterkam.

Die Pflegekräfte waren alle sehr freundlich und Studis gegenüber positiv eingestellt. Auf manchen Stationen war aber die Zahl an medizinisch gut ausgebildeten Kräften sehr gering und die Zusammenarbeit zwischen Ärzte- und Pflegeteam dementsprechend schlecht.



Arbeit in der Notaufnahme:

Ludwigsburg hat eine riesige Notaufnahme mit sehr hohem Patientenumsatz und zahlreichen internistischen und chirurgischen Schockräumen jeden Tag. Entsprechend geht es im Stützpunkt zu wie im Bienenstock und es war oft nicht einfach, sich jemanden zu suchen, an den man sich gut dranhängen konnte. Nach einigen Eingewöhnungstagen, an denen wir uns deshalb alle etwas lost fühlten, konnte man hier aber viel sehen und lernen. Die Koordinatoren sind bemüht, geeignete Patienten an Studis abzugeben, sodass man sehr selbstständig Aufnahmen erledigen, sonographieren und einen Bericht dazu anlegen konnte. Um die Neuaufnahme dann hinterher geordnet jemandem übergeben zu können, damit man selbst ein Feedback erhielt und seinen ?Schützling? gut weiterbetreut wusste, musste man sich manchmal etwas aufdrängen, da alle immer sehr beschäftigt sind und in der Regel nicht darauf warten, dass man mit neuen Erkenntnissen zu ihnen zurückkommt. Vor allem in den Ferienzeiten waren bei uns sehr viele Studis gleichzeitig da, hier kann es sinnvoll sein, in den Nachmittagsdienst auszuweichen.



Zum Leben in Ludwigsburg:

Ludwigsburg ist eine schöne Kleinstadt mit vielen Parks und Events (Konzerte, Sommernachtskino, Feuerwerke, Venezianische Messe, Kürbisausstellung). Ich würde daher ein Tertial im Sommer empfehlen. Die Dauerkarte fürs Blühende Barock zum Studipreis (ca. 35?) lohnt sich sehr.

Wer sich rechtzeitig bei Frau Maisenbacher meldet , kann ein Zimmer im Personalwohnheim ab 250? mieten. Tipp: Die 400? für ein Apartment, das mit eigener Küche und Bad ausgestattet ist, lohnen sich hier definitiv! Kein WLAN.

Die PJler-Community bei uns war echt toll und für mich ein riesiges Plus. Wir waren zu Hochzeiten fast 20 PJler im gesamten Haus, die immer zusammen Mittag gegessen haben, sodass man sich schnell kennenlernen konnte und auch an den Wochenenden oft Gleichgesinnte gefunden hat für Ausflüge etc.

 
Anonym
03.07.2024
PJ Bericht Innere in Klinikum Ludwigsburg
Das Innere Tertial in Ludwigsburg ist definitiv zu empfehlen!

Der erste Tag vom PJ war klasse organisiert. Es gab eine Begrüßungsrunde, wir haben Ordner erhalten mit Infos zum PJ an der Klinik und unseren Einteilungen. Die Namensschilder, Schlüssel und Spinde waren alle schon organisiert und nach einer Führung durch das Haus ging es dann auf die entsprechende Station.

Man darf viel rotieren (bei mir 4 Wochen je in der Kardio, Onko, Pulmo und ZNA) und es gibt jeden Tag 1-2h Unterricht. Der Unterricht ist meist wirklich gut und hat fast immer stattgefunden. Fest eingeplant ist Unterricht von folgenden Fachrichtungen: Anästhesie, Kardio, Gastro, Neurologie, Radiologie, AC/ UC/ GC, Pädiatrie. Der Unterricht ist teils theoretisch, teils werden Fälle besprochen und manchmal findet er auch am Patientenbett oder in den Ambulanzen statt.

Außerdem darf man an bis zu 5 Kursen im Simulationszentrum in Vaihingen kostenlos teilnehmen. Mögliche Kurse sind: Akutes Abdomen, OP Führerschein, Knoten- und Naht-Kurs, Laparoskopie Training und Anastomosen Naht. Die Kurse sind sehr zu empfehlen!

Auch eine 2 tägige Hospitation bei den NotärztInnen ist möglich und man darf sie zwei Tage lang bei allen Fahrten begleiten.

In der Inneren gibt es auf den meisten Stationen einen Blutentnahme-Dienst, so dass man nur wenige am Tag machen muss. Dennoch gehören BEs und Viggos natürlich zu den Hauptaufgaben im PJ.

Das Team, sowohl ärztlich als auch pflegerisch, war auf allen Stationen wirklich sehr nett! Nun mehr zu den einzelnen Abteilungen.

Kardio: Um 08:00 gibt es eine Frühbesprechung, danach geht es auf Station. Ich fand schade, dass es keine große Visite gab. Die Assistenzärzte haben sich morgens ihre Patienten angeguckt und mittags gab es eine Kurvenvisite mit dem zuständigen OA. Dabei habe ich leider nicht viel gelernt. Wenn musste man sich die Lehre sehr aktiv einfordern. Ich durfte für 2 Tage je auf die IMC Station und ins Herz Echo rotieren, das kann ich sehr empfehlen. Auch so kann man jederzeit bei HKUs, EPUs, TTE, TEE etc. zugucken.

Onko: Hier hatte ich mehr eigene Aufgaben, was ich gut fand. Ich habe die Patienten aufgenommen, Briefe geschrieben, Ports angestochen und durfte bei Punktionen mitmwirken oder diese selber durchführen. Alle zwei Tage gab es eine OA Visite, bei der ich viel gelernt habe und die OAs schienen auch mehr an Lehre interessiert zu sein. Mittags gibt es eine Besprechung, bei der auch zum Teil Fortbildungen stattfinden.

Pulmo: Auch hier gab es regelmäßig OA und sogar CA Visiten. Die ÄrztInnen waren sehr engagiert und haben mich viel gefragt, wodurch ich viel gelernt habe. Ich durfte häufig bei den Bronchoskopien mitwirken und wurde immer dazugerufen, wenn es etwas spannendes gab. Auch hier gibt es mittags eine Besprechung, wo ich auch häufig aktiv mit einbezogen wurde,

ZNA: Super Rotation! Man darf super viel machen, darf eigene (stabile) Patienten betreuen und bei den Schockräumen aktiv mitwirken. In der Zeit habe ich viele Anamnesen erhoben, Körperliche Untersuchungen durchgeführt, EKGs befundet, Sonos gemacht, arterielle Punktionen durchgeführt und Briefe geschrieben. Man darf sich meist frei aussuchen, wo man mitwirken möchte und hat immer einen Ansprechpartner. Ich hatte Glück und war die ersten zwei Wochen die einzige Medizinstudentin in der ZNA. In den Semesterferien ist es aber wohl häufig zu voll, da viele Famus ebenfalls da sind.



Fazit: Gut strukturiert, viele Rotationsmöglichkeiten, toller Unterricht, gutes Arbeitsklima, mega Gehalt.
 
Anonym
11.09.2022
PJ Bericht Innere in Klinikum Ludwigsburg
ZNA 4 Wochen:

- immer eigene Patienten nach Erstkontakt (Triage) durch den Arzt: Anamnese, körperliche Untersuchung, EKG auswerten und mit dem Arzt besprechen, weiteres Vorgehen besprechen, Arztbriefe schreiben

- arterielle BGAs, Hämoccult/DRUs, Sonographie

- Schockraumabläufe kennenlernen

- Pflege ist hier sehr fit, legt Zugänge und bringt Monitoring an

- immer wieder Teaching zwischendurch

- perfekt, um Routine zu erlangen und Algorithmen bei Leitsymptomen zu entwickeln

- man muss nicht über die ZNA rotieren, ist aber sehr empfehlenswert



Kardiologie 4 Wochen:

- Blutabnahmen und Visite, Patienten aufnehmen, EKGs auswerten, Arztbriefe schreiben

- Schellong Test, arterielle BGAs, Pleurapunktion, Blutkulturen

- IMC: keine Rotation, einfach mit den Ärzten vereinbaren, hier kann man sehr viel lernen (mein persönliches Highlight)

- Funktion: keine Rotation, ich bin einfach 1 Woche selbstständig hin, durfte unter Anleitung Echos üben, hab bei TEEs zugeschaut, war im Herzkatheterlabor, bei elektrophysiologischen Untersuchungen, in der Schrittmacherambulanz; bin auch oft zwischendurch einfach hin, wenn auf Station nichts los war

- Workshops: EKG, Echo; eigentlich für Assistenzärzte, in Rücksprache mit den Ärzten möglich



Gastroenterologie 4 Wochen:

- Visite, Patienten aufnehmen, Arztbriefe schreiben, hier gab es auch sehr viel Formulare und Telefonate, in denen ich mich üben konnte ;)

- Sonographie, Punktionen (Pleura, Aszites), Blutkulturen

- Blutabnahmedienst

- Endoskopie: 1 Woche Rotation, hier kann man Sono üben, sonst eher bei den Untersuchungen zuschauen; Pneumologen sind hier auch (Bronchoskopien)



Onkologie 4 Wochen:

- Visite, Patienten aufnehmen (meist zur Chemo), Arztbriefe schreiben

- Port anstechen, Sonographie, Punktionen (Pleura, Aszites, Knochenmark), Blutkulturen

- Blutabnahmedienst für periphere Blutentnahmen (über ZVK und Port ärztlich/PJ)



Sonstiges:

- generell sehr nettes ärztliches Kollegium am ganzen (internistischen) Haus, fast alle an der Lehre interessiert und bemüht

- NEF: 2 Tage darf man auf Einsätze mit, wenn man ein Formular dafür abgibt, Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe sind verfügbar, mein persönliches Highlight

- Simulationszentrum in Vaihingen Enz: OP-Kurs (Nähen, Lagerung, Laparoskopie, steril einkleiden, ...), Naht- und Knotenkurs; fast alle PJler aus unserem Turnus waren da und es waren super 2 Tage mit kompletter Verpflegung vor Ort

- PJ Unterricht ist täglich, manchmal auch 2 Einheiten am Tag

- PJler treffen sich immer in der Kantine zum gemeinsamen Mittagessen (Essen zum Mitarbeiterpreis = normaler Preis, kein PJ Rabatt)

- Kleidung und Spind in der Umkleide, transpondergeschützte Fahrradabstellmöglichkeiten

- Klinik Wlan

- Wohnheim: es gibt mehrere Gebäude mit Zimmern (220?) und Appartements (350?), kein Wlan!, Waschmaschine und Trockner gegen Gebühr

- Freizeit: besonders im Sommer sehr schön, einige Parkanlagen mit Schlössern, Tretboot, Freibäder, studentisch, am Neckar schön zum Joggen/Fahrradfahren, abends ist auch Stuttgart nicht weit; gute Busverbindungen zur Klinik, die fußläufig aber auch nur 15 Minuten von der Innenstadt entfernt ist



Insgesamt: sehr große Empfehlung fürs Innere Tertial :) es ist fast alles möglich, wenn man nachfragt :)
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