Deutschlandweiter Checkup Deutschlandweiter Checkup
Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis hierfür aus. Akzeptieren
Neurologie mit Stroke Unit

Neurologie mit Stroke Unit | Tutzing | PJ-Bericht

 


PJ-Bericht vom 21.04.2021
Juni 2020 – Oktober 2020

PJ Bewertung Neurologie bei Benedictus Krankenhaus Tutzing

Das Tertial ist so aufgeteilt, dass man die Hälfte der Zeit in Tutzing, die andere Hälfte der Zeit in Feldafing in der Reha verbringt. Beides hat seine eigene Berechtigung - die Zeit auf der Rehabilitation war wider Erwartung überhaupt nicht langweilig, man lernt viel aufgrund der Tatsache, dass dort schwerkranke Patienten liegen, die eine Vielzahl an neurologischen und internistischen Vorerkrankungen mit sich bringen. Wenn man Eigeninitiative zeigt, wird man sehr dazu ermutigt, schnell eigene Patienten und Verantwortungen zu übernehmen. Dabei wird man stets sehr gut betreut, Fragen sind immer erwünscht - von den Assistenzärzten bis zum Chefarzt ist jeder gewillt, sich die Zeit zu nehme, Dinge zu erklären und therapeutische und diagnostische Vorschläge zu prüfen, die man zu seinen eigenen Patienten macht. Es herrscht insgesamt ein sehr gutes Verhältnis unter den Assistenzärzten, der Umgangston ist respektvoll und ermutigend. Man kann sich bei entsprechender Motivation sehr schnell als wichtiger Teil des Teams fühlen und wird dementsprechend auch gefördert und gefordert. Grundsätzlich wird aber auch immer darauf geachtet, dass man "nur" PJler ist und selbst an stressigeren Tagen nie länger bleiben muss, wenn man nicht möchte. Einmal die Woche findet ein PJ-Teaching mit dem leitenden Oberarzt aus Tutzing statt, dort fährt man dann während seiner Zeit in Feldafing mit dem Bus hin und darf danach nach Hause gehen. Das Ganze ist auf jeden Fall sehr intensiv, vor allem wenn man der/die einzige/r PJler in den beiden Häusern ist und ist stark an der M3 Prüfung orientiert. Das kann manchmal psychisch sehr anstrengend sein, weil der Unterricht auf jeden Fall fordernd und nicht im Sinne eines "berieseln" lassens gestaltet ist - dafür auf jeden Fall sehr lehrreich und gut, um sich auf die kommende Prüfung vorzubereiten. Es wird sehr darauf geachtet, dass dieser Unterricht regelmäßig stattfindet. Insgesamt hat mich mein PJ hier begeistert und ich bin sehr froh, mich für das Tertial entschieden zu haben. Wer Lust auf ein kleines Haus, Abwechslung durch Akut- und Reha sowie ein super nettes Team hat, ist hier bestens aufgehoben:-)

PJ-Bewertung aus diesem PJ-Bericht

Gesamtbewertung PJ
Bitte bewerten
Gesamtbewertung PJ
Arbeitszeit & Freizeit
Bitte bewerten
Arbeitszeit & Freizeit
Aufgaben und Tätigkeiten
Bitte bewerten
Aufgaben und Tätigkeiten
PJ-Unterricht
Bitte bewerten
PJ-Unterricht
Lehre und Teaching im Alltag
Bitte bewerten
Lehre und Teaching im Alltag
Mentoring
Vorbereitung auf das M3
Bitte bewerten
Vorbereitung auf das M3
Organisation & Betreuung
Bitte bewerten
Organisation & Betreuung
Ansehen als PJ
Bitte bewerten
Ansehen als PJ
Stimmung im Team
Bitte bewerten
Stimmung im Team
  = Bundesweiter Durschschnitt
  = Uniweiter Durchschnitt

Fakten zum PJ aus allen Meldungen zur Abteilung

Die Abteilung Neurologie mit Stroke Unit garantiert kein Faires PJ ❌

Mehr erfahren
PJ

Die Fachabteilung Neurologie mit Stroke Unit in der Klinik Benedictus Krankenhaus Tutzing GmbH & Co. KG ermöglicht Medizinstudierenden das Praktische Jahr zu absolvieren. Im PJ gelten folgende Rahmenbedingungen:

27 %

Platz 4889

Im PJ-Ranking nach Segmentbewertung in Deutschland von insgesamt 8.169 Fachabteilungen
PJ-Vergütung pro Monat in Euro
597,00
  • Kleidung wird von der Klinik gestellt.
  • Verpflegung wird von der Klinik gestellt.
  • Unterkunft im Wohnheim der Klinik möglich.
  • k.A. zur Patientenuntersuchung im PJ
  • Keine Selbstständige Erhebung des Anamnesebogens
  • k.A. zur Assistenz im OP / Funktionsdiagnostik
  • k.A. zum PJ-Mentor
  • k.A. zur Examensvorbereitung
  • k.A. zum Bed-Side-Teaching
  • k.A. zum Studentenunterricht
  • k.A. zu Parkmöglichkeiten
  • k.A. zu Mitfahrten im Notarztdienst
  • k.A. zur Splittung des Tertials
  • k.A. zum Zugang zu den PC-Systemen
  • k.A. zur einem Spind
  • k.A. zur Teilnahme an Frühbesprechung und Visiten
  • k.A. zum Selbststudium in der Arbeitszeit
  • k.A. zum PJ-Curriculum
  • k.A. zur PJ-Rotationen
  • k.A. zur Teilnahme an Diensten
Sonstige Zuwendungen in Euro
0,00
Durchschnittlich 0 PJ-Gespräche pro Tertial
So bewerten Studierende das PJ
Gesamtbewertung PJ
Bitte bewerten
Gesamtbewertung PJ
Arbeitszeit & Freizeit
Bitte bewerten
Arbeitszeit & Freizeit
Aufgaben und Tätigkeiten
Bitte bewerten
Aufgaben und Tätigkeiten
PJ-Unterricht
Bitte bewerten
PJ-Unterricht
Lehre und Teaching im Alltag
Bitte bewerten
Lehre und Teaching im Alltag
Mentoring
Vorbereitung auf das M3
Bitte bewerten
Vorbereitung auf das M3
Organisation & Betreuung
Bitte bewerten
Organisation & Betreuung
Ansehen als PJ
Bitte bewerten
Ansehen als PJ
Stimmung im Team
Bitte bewerten
Stimmung im Team
  = Bundesweiter Durschschnitt
  = Uniweiter Durchschnitt
PJ-Berichte
 
Anonym
28.05.2023
PJ Bericht Neurologie in Benedictus Krankenhaus Tutzing
Das Tertial ist aufgeteilt in die Akutneurologie in Tutzing und die Reha-Klinik in Feldafing.

Direkt vorab: während dem PJ ist mir klar geworden, dass ich nicht für eine Reha-Klinik gemacht bin - daher sind meine Erfahrungen mit Feldafing sehr subjektiv!



Ich habe zunächst in Feldafing in der Phase C begonnen. Phase C bedeutet, dass die Patienten zwar eine neurologische Erkrankung haben (hauptsächlich Media-Infarkte), aber schon soweit rekompensiert sind, dass sie an Physio-, Ergo-, Psychotherapie und Logopädie teilnehmen können. Das heißt, die eigentliche Therapie findet häufig außerhalb des ärztlichen Einflussbereichs statt, und es ist sehr schön zu sehen, wie sich auch schwer betroffene Patienten langsam bessern - allerdings fallen dafür im ärztlichen Aufgabenbereich vor allem Verlängerungsanträge, Dokumentation und Bürokratie an. Abgesehen davon bekommt man aber auch einen Rundumschlag durch die Allgemeinmedizin mit, da sich insbesondere internistische (Hypertonie, etc), orthopädische (Sturz!) und urologische (Harnverhalt) häufen.

In der Phase B, in welche ich nach 4 Wochen gewechselt bin, liegen die noch schwerer betroffenen Patienten. Ich war dabei hauptsächlich auf der Weaning-Station mit den tracheotomierten Patienten.

Ich durfte in beiden Bereichen ab der 2. Woche ein eigenes Patientenzimmer mit zwei Patienten betreuen und als es wegen Corona knapp wurde an Assistenzärzten, wurde ich quasi als deren Vertretung losgeschickt und durfte eigenständig Visite machen und alles direkt mit der zuständigen Oberärztin rücksprechen. Die Personalknappheit war natürlich für alle purer Stress, für mich hatte es aber den Vorteil, dass ich so gelernt habe, mich im Stationsalltag zu strukturieren. Hierfür kann ich Feldafing wirklich empfehlen - da nicht so viele dringende To-dos anfallen wie in einer Akutklinik, ist man nicht direkt am Anfang komplett überfordert. :)

Wenn alle Stellen besetzt waren, beliefen sich meine Aufgaben hauptsächlich auf Blut abnehmen (es gibt eine Pflegekraft für Blutentnahmen, aber bei den vielen spastischen Paresen ist es häufig sehr schwer, einen Zugang oder auch nur eine BE zu bekommen) und neue Patienten aufnehmen (da die Patienten in der Reha aber ja durchaus länger bleiben, kommt das nicht so häufig vor). Ansonsten hat man aber immer einen eigenen Arbeitsplatz, sodass man in einer Leerlaufphase auch durchaus gut was nachlesen kann.

Positiv hervorzuheben ist, dass sich der leitende Oberarzt an meinem zweiten Tag sich Zeit dafür genommen hat, mit mir einmal die neurologische Untersuchung durchzugehen - sowohl am bewusstlosen wie auch beim wachen Patienten, sodass sich von Anfang an keine Fehler einschleichen konnten.



Die restlichen 8 Wochen war ich dann in Tutzing in der Akutneurologie, was mir persönlich wesentlich besser gefallen hat, da mehr zu tun war. Da Tutzing ein ländliches Krankenhaus ohne einzelne spezialisierte Stationen ist (abgesehen der Stroke natürlich), bekommt man die volle Breite der Neurologie mit - das hat man so in keinem Uniklinikum! Der Nachteil daran ist, dass es im Haus keine Interventionelle und keine Neurochirurgie gibt, das heißt zur Thrombektomie etc müssen Patienten per Heli ins MRI oder Großhadern verlegt werden. Auch habe ich in den 8 Wochen keine Lyse mitbekommen, da die meisten Schlaganfälle erst außerhalb des Zeitfensters gekommen sind. Man kann aber immer in die Notaufnahme mitgehen (die allerdings sehr klein ist - es gibt für alle Abteilungen nur 3 Räume + einen Schockraum), die Patienten untersuchen und dann der zuständigen Oberärztin eine Übergabe machen.

In Tutzing arbeitet man viel mit dem leitenden Oberarzt zusammen, der auch die PJ-Fortbildungen hält und sehr an der Lehre und Ausbildung aller interessiert ist. Ich durfte regelmäßig eigene Patienten betreuen, diese dann bei den Röntgen-Demos (1x pro Woche) und bei der Chefarztvisite im Anschluss vorstellen, Lumbalpunktionen unter der Supervision durch Assitenzärztinnen machen und Dopplern. Da zu meinem Zeitpunkt viele Assitenzärzte da waren, deren Muttersprache nicht Deutsch war, sollte ich auch häufig über deren Arztbriefe einmal drüber lesen. Da sie aber auch schon innerhalb der 8 Wochen wirklich große Fortschritte gemacht haben, denke ich nicht, dass das zu den Standardaufgaben zukünftiger PJ-ler gehören wird.



Mein persönliches Highlight waren die PJ-Fortbildungen, in der sich der leitende Oberarzt von Tutzing jeden Mittwoch eine Stunde Zeit genommen hat, um neurologische Fälle aus einem Fallbuch zu besprechen (auch, obwohl ich die einzige PJlerin war!). Das hat im Hinblick auf das M3 sehr geholfen, da man schon mal üben konnte, in einer simulierten Prüfungssituation sein Wissen mündlich zu formulieren und man auf Schwachstellen frühzeitig aufmerksam wurde.



Insgesamt kann ich ein Tertial in Tutzing sehr klar weiterempfehlen.

Man kann künftig wohl auch im Vorfeld anregen, nur einen Monat in Feldafing und dafür drei Monate in Tutzing zu sein, was mir besser gefallen hätte - was aber daran liegt, dass ich vom Charakter nicht für eine Reha-Klinik gemacht bin (was ich aber auch erst jetzt im Rahmen des PJs erfahren habe).

Insgesamt sind ausnahmslos alle Leute super nett, erklären echt viel und man fühlt sich sehr schnell als Teil des Teams.



Danke für das schöne Tertial!
 
Anonym
15.08.2022
PJ Bericht Neurologie in Benedictus Krankenhaus Tutzing
Insgesamt hat mir der PJ-Abschnitt sehr gut gefallen. Die Ärzte sind auffallend freundlich, man wird gut aufgenommen und integriert. Es steht im Vordergrund, dass man etwas lernt und Erfahrungen sammelt. Viele Assistenzärzte haben selber vorher dort ihr PJ gemacht.



Feldafing:

Der Abschnitt ist zweigeteilt. In der neurologischen Reha in Feldafing war ich auf der Phase-B-Station. Dort sind die kränkeren Patienten. Neurologisch sind die Patienten eigentlich ausdiagnostiziert. Manchmal verschlechtern sich die Patienten aber und die Vigilanz nimmt z.B. ab, dann wird nach der Ursache geforscht. In der Regel haben die Patienten zusätzlich nicht-neurologische Probleme oder entwickeln sie während des Aufenthaltes (HWI, Aspirationspneumonie,...). So lernt man hier auch viel über allgemeines und internistisches Management schwerkranker Patienten, gerade wenn man eigene Patienten hat. Die eigenen Patienten soll man quasi als Assistenzarzt betreuen. Man nimmt sie auf, stellt sie in der Nachmittagsbesprechnung vor, geht die Visite (Vormittags mit Assistenzarzt, die Nachmittagsvisite - wo meist eh nicht viel ist - auch alleine), meldet Labore an, telefoniert mit Angehörigen oder den Betreuern und schreibt den Brief. Dabei bekommt man Hilfe von den Assistenzärzten (und auch von den Oberärzten) und kann jederzeit Fragen stellen. Für mich waren die Phase-B-Patienten am Anfang etwas fordernd, allein organisatorisch an was ich alles denken musste. Das wurde mit der Zeit besser und ich konnte eben auch immer nachfragen, wenn ich Hilfe benötigt habe. Insgesamt hat mir diese Möglichkeit gut gefallen, das kannte ich vorher nicht. Ich konnte so viel Lernen und das ist auch das Ziel, weshalb man eigene Patienten bekommt.



Ansonsten geht man auf der Visite mit, in der Chefarzt-Visite werden manchmal Fragen gestellt, geht zu den Besprechungen mit, legt Zugänge oder nimmt Blut ab (vereinzelt bzw. mehr nur wenn ich wollte) oder erledigt kleinere Tätigkeiten für die Ärzte. Je nach Zeit und Laune gibt es manchmal kleinere Teachingeinheiten zwischendurch. An einem Tag bin ich mit den Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden mitgegangen (straff durchgeplant wann mit wem), damit ich auch einen Einblick in deren Arbeit bekomme. Auch gut!



Tutzing:

In Tutzing ist die Akutneurologie. Die Aufgaben als PJler sind hier Ähnliche wie in Feldafing. Eigene Patienten hatte ich in Tutzing allerdings weniger. Das eignet sich in Feldafing meiner Einschätzung nach einfach besser mit den Patienten die mehrere Wochen bleiben und die relativ konstant sind. Grundsätzlich ist das aber auch in Tutzing möglich. Die Krankheitsbilder sind hier bunt gemischt und jede Woche andere. Die Diagnostik und Untersuchung ist hier "spannender" als in Feldafing, da eben noch nicht klar ist, was die Patienten genau haben. Viele Patienten kommen über die Notaufnahme, da kann man dann auch mit. Rein neurologisch habe ich deshalb in Tutzing vermutlich mehr gelernt. Da es eigentlich keine geplanten Aufnahmen gibt, kam es auch vor, dass in einer Woche recht wenig Patienten da sind, in der nächsten Woche dafür umso mehr. Manchmal war es dann gemütlich, ich habe dann am Ende wenn Zeit war mit meiner Co-PJlerin Carotis-Sono geübt, was auch praktisch war. Es gibt also in jedem Fall Möglichkeiten, sich die Tage lehrreich zu gestalten.



Leider wird (wie allerdings in vielen Krankenhäusern) viel mit Papier gearbeitet. So läuft z.B. in Feldafing die Anforderungen an die logopädische Diagnostik (FEES) über Papier. Auch zur Visite gibt es keinen Laptop, sodass die Labore teilweise ausgedruckt mitgenommen werden. Auch das Computerprogramm (ORBIS) fand ich manchmal nicht intuitiv und habe z.B. eine Zeit gebraucht bis ich gecheckt habe, wie ich bei einem Patienten einen weiteren niedergelassenen Arzt oder einen Angehörigen eintragen kann...



Etwas schade fand ich, dass Patienten in ein anderes Haus verlegt werden müssen, wenn sie sich verschlechtern oder etwas im Vordergrund liegt, wo es in Tutzing keine Abteilung für gibt (Neurochirurgie, Gerontopsychiatrie). Oder dass z.B. bei einer neu diagnostizierten MS keine Schubprophylaxe gemacht werden kann, weil dies nur an zertifizierten Zentren übernommen wird. Dies ist wohl ein allgemeiner Nachteil kleiner Häuser.



Arbeitszeiten:

in Feldafing ist die Morgenbesprechung um 8:30, man kommt gegen 8:00

in Tutzing startet der Tag mit der Morgenbesprechung um 7:45; Feierabend ist etwas variabel je nachdem was zu tun ist, in der Regel gegen 16:00, manchmal früher. Manchmal auch später aber das ist dann freiwillig, wenn noch etwas Spannendes ist.



PJ-Unterricht:

einmal pro Woche eine Stunde in Tutzing beim dortigen leitenden Oberarzt

Die Wochen, in denen man Dienst in Feldafing hat fährt man zum PJ-Unterricht nach Tutzing (Fahrrad oder Bus, geht beides) und kann nach dem Unterricht (14:30) auch Heim fahren.

Im Unterricht werden an das dritte Staatsexamen angelehnt Fälle besprochen, man stellt dann den Fall vor und geht nacheinander die Fragen durch. Dabei wird auch etwas über den Tellerrand hinaus gefragt. In meiner Zeit waren wir zwei Studenten im PJ-Unterricht (wenn es nur einen PJler gibt ist man aber auch mal alleine). Wissenslücken werden zuverlässig aufgedeckt, die Atmosphäre ist aber trotzdem angenehm. Er versucht einem wirklich was beizubringen, legt Wert auf das Denken in Syndromen, man kann Lernen strukturiert zu denken und ich denke es bringt deutschen Studenten auch etwas für die Herangehensweise im mündlichen Examen.

Ansonsten gibt es noch Abteilungsinterne Fortbildungen (in Feldafing im Anschluss an die Besprechung).



Fazit:

Insgesamt empfehle ich das PJ mit gutem Gewissen weiter. Der große Pluspunkt ist, dass das Team freundlich ist und im Vordergrund steht, dass man als PJler etwas lernt. Der Umgang ist kollegial und freundlich und auch wenn ich etwas nicht so gut gemacht habe oder nicht wusste, war das okay. Ich wurde gut aufgenommen, z.B. war gleich in der ersten Woche ein Assistenzärztetreffen am Abend in München zu dem ich eingeladen wurde.

Die Hälfte derZeit war ich in der neurologischen Reha. Da lernt man zwar weniger (aber trotzdem auch!) Neuro im eigentlichen Sinne. Dafür lernt man auch viel Internistisches und das allgemeine Management schwerkranker Patienten und Organisatorisches - insbesondere durch die Möglichkeit eigene Patienten zu übernehmen. Deshalb hat diese Zweiteilung für mich gut gepasst.
 
Anonym
21.04.2021
PJ Bewertung Neurologie bei Benedictus Krankenhaus Tutzing
Das Tertial ist aufgeteilt in 2 Monate Reha (Klinik Feldafing) und 2 Monate Akut-Neuro in Tutzing.
1) Feldafing
- Man beginnt das Tertial in der Reha in Feldafing, hier gibts neben Neuro noch eine Schmerz, Ortho und Geri-Reha. Ich war auf der Station mit Reha-Phase-B-Pat. eingeteilt, hier liegen die Patienten mit dem meisten Pflegeaufwand, hauptsächlich Schlaganfall-Patienten mit Hemi-Symptomatik, Aphasie & Dysphagie, es gibt zudem 6 Betten für schwer betroffene (tracheotomierte) Patienten mit Monitoring etc.
Insgesamt ist die Reha-Zeit v.a. aus internistischer Sicht interessant, man lernt allgemeines Stations- und Infektionsmanagement und kann aufgrund der langen Verweildauer recht unkompliziert eigene Patienten betreuen. Wenn man sich nach individ. Einarbeitungszeit fit genug fühlt, einfach nachfragen. Neurologische Diagnostik läuft weniger, idR werden Pat. bei akuter Verschlechterung verlegt.
- Tagesablauf: Beginn zwischen 7.45 und 8.00. Bis zur morgentl. Übergabe um 8.30 werden die BE´s (idR. 5-9) erledigt, wobei die auch AA´s mitmachen. Nach der Übergabe durch den Nachtdienst läuft je nach Tag CA/ OA-Visite oder 1x/Woche Reha-Teamsitzung (hier bringt der OA immer die guten Pfefferbrezn mit!). Auf Visite kann man dokumentieren, abgefragt wird man eher selten.
Schließlich werden noch Untersuchungen angemeldet, Angehörigengespräche geführt, PEG-Anlagen organisiert usw. Mittagessen waren wir (bis zur Schließung der Kantine wegen Covid ;( ) immer gemeinsam. Dafür muss man am Empfang Essensmarken für 3,40 kaufen (was sich aber wirklich lohnt, da leckeres Buffet). Phase-B-Patienten erhalten nachmittags eine zweite Visite durch die AA´s. Arbeitsende war bei mir meist zwischen 16 und 17 Uhr.
- Klinik: ziemlich neues Gebäude, junges und kollegiales Team. Tolle Dachterrasse ( morgens Sonnenaufgang *-* , Mittagessen mit Blick auf Berge und Starnberger See!). Im Arztzimmer hat man ein Telefon sowie einen eigenen PC mit Zugang, kann Briefe anlegen und Anmeldungen machen etc. Zur Pflege hatte ich in Feldafing eigentlich einen ganz guten Draht, zu meiner Zeit gab es viele neue Mitarbeiter. Eigener Spind in Umkleide.
- Teaching: findet immer Mittwochs nach der Mittagspause in Tutzing statt (von Feldafing mit dem Bus rüber, danach kann man heim gehen). Der leitende OA gibt hier Einzelunterricht in Form einer Fallbesprechung. Man erhält Fälle aus einem Fallbuch, soll diese kurz vorstellen und dann Fragen dazu beantworten (z.b. zu Differentialdiagnosen, Ätiologie, weitere Diagnostik, Therapiemöglichkeiten, Prognose). Die Fragen gehen schon häufiger in die Tiefe und fordern heraus, allerdings geht es meist weniger um Faktenwissen, als vielmehr um grundsätzliches Verständnis der neurologischen Systeme und das Erkennen von Notfällen. Im Prinzip ist es eine Simulation des Neuro-M3, und daher eine ausgezeichnete Vorbereitung.
- Anreise: ich habe meist die S-Bahn bis Feldafing genommen (Ankunft 7.26) und bin dann ca. 15 Minuten gelaufen. Von Tutzing fährt auch ein Bus zum KH, den einige Kollegen nehmen. Mit Verspätung muss man hin und wieder rechnen (4x in der 1. Woche :0 ), trotzdem besser als Auto (denkt an die Umwelt).

2) Tutzing
- Tagesablauf: Beginn ist 7.45 mit der Übergabe durch den Nachtdienst. Dieser erlegt auch die Blutentnahmen, sodass dies in den 2 Monaten eine seltene Aufgabe ist. Ein AA übernimmt die Stroke Unit und das Notfalltelefon, 1-2 AA´s die Normalstation. Anschließend werden durch die AA´s meist Untersuchungen angemeldet. Als PJler erntet man viel Dank, wenn man die 8-Uhr-Untersuchung (neurolog. + orientier. internist. Examination) + die NIHSS auf der Stroke übernimmt. Das ist nach gewisser Zeit nicht mehr die allerspannendste Tätigkeit, zumal bei vielen (vigilanzgeminderten) Pat. eine ordentliche neurolog. Untersuchung gar nicht möglich ist. Im Nachhinein muss ich sagen, dass man dadurch aber sehr routiniert wird und auch unter erschwerten Bedingungen lernt, eine halbwegs gescheite Untersuchung zu machen. Man arbeitet selbstständig, bei Auffälligkeiten hält man dann Rücksprache mit dem AA. Um 9 Uhr starten die Visiten - gleichzeitig auf Normal und Stroke. Man muss sich also entscheiden, wo man mitgeht. Ich war nirgend fest zugeteilt, bin meist dort hingegangen, wo es sich ergeben hat. Aus diesem Grund liegt es auch an einem selber, die Betreuung eigener Patienten „einzufordern“. Ich denke es ist sinnvoll, wenn man in der Früh den AA/OA mitteilt, wo man an dem Tag hin möchte, damit man als PJler auf dem Schirm ist und nicht um 9 Uhr alleine da steht. Wenn es einen spannenden Fall auf der Notaufnahme gibt, wird man häufig mitgenommen. Mittagessen war auch hier immer möglich, allerdings muss das Essen mind. einen Tag vorher bestellt werden. Es entspricht dem Patientenessen, leider nicht ganz so nice wie in Feldafing, aber man gewöhnt sich dran (meist eher kleine Portionen). Die meisten Kollegen bringen aber eigenes Essen mit und speisen dann im Arztzimmer. Donnerstags ist Chefvisite mit Röntgen-Demo, hier soll man auch immer mind. 1 Pat. vorstellen. Ansonsten wurde man hier eigentlich kein Wissen abgefragt und ist nur mitgelaufen.
- Weitere Tätigkeiten: bei Stroke-Patienten mitlaufen, Lumbalpunktionen, in den letzten Wochen auch extrakranieller Doppler (+ intrakraniell unter Anleitung). Alles in allem waren die Ärzte sehr bemüht und geduldig (beim Doppler), Fragen wurden immer gerne beantwortet oder gemeinsam diskutiert. Eigentlich ist das Ziel, jeden Tag mindestens einen Patienten zu betreuen. Das hat bei mir leider nicht so gut geklappt, wahrscheinlich muss man da einfach sehr proaktiv sein und konkret sagen, welchen Pat. man an dem Tag übernehmen darf/möchte.
- Klinik: Das KH ist in einem Kloster untergebracht, das Arztzimmer ist leider recht klein. Es gibt keinen fixen PC-Platz (aber einen eigenen Zugang), bei guter Besetzung ist daher manchmal kein Rechner/Stuhl mehr frei. Ab und zu gibt es einen freien PJler-Spind. Einige (ältere) PflegerInnen waren recht ruppig und unfreundlich.
- Anreise: Regio Bahn nach Tutzing Ankunft 7:26 oder S-Bahn (7:36). Dann nur ca. 3 Minuten zu Fuß.

Fazit:
Tolles, lehrreiches Tertial in einem kleinen Haus mit einem coolen Team, indem man aktiv eingebunden ist. Nette Atmosphäre, es wird auch oft gelacht und der ein oder anderen Spaß gemacht. Viele Kollegen haben dort ihr PJ gemacht. Man bekommt über das Teaching sowie am Ende ein Feedback zur eigenen Arbeit und soll auch ein Feedback geben, insgesamt wird das PJ ernst genommen.
Die Anreise aus München ist okaay, länger als 4 Monate würde ich aber auch nicht pendeln wollen, ggf. kann man sich ja eine Personalunterkunft organisieren.
Keine Akutneurologie in Feldafing, aber für das Verständnis der neurologischen Krankheitsbilder (und der notwenigen langfristigen Therapien) wichtig, und zudem gerade fürs 1. Tertial ein guter PJ-Einstieg. In Tutzing sieht man dann die gesamte Breite der Neurologie. Eigenständiges Arbeiten bei Eigeninitiative sehr gut möglich. Kann das Tertial in der Neuro jedem (auch nicht Neurologen) wärmsten empfehlen!
 
Anonym
03.07.2020
PJ Bewertung Neurologie bei Benedictus Krankenhaus Tutzing
Das PJ ist in 2 Teile aufgeteilt. Die eine Hälfte verbringt man in Feldafing in der Rehaklinik, die andere in Tutzing auf der Akut- und Strokestation.

Anfahrt: Man kann beide Häuser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Man sollte morgens den Zug nehmen, der um 7.26 Uhr in Tutzing ankommt. Von dort fährt ein Bus nach Feldafing (das klappt meistens besser als mit der S-Bahn, die direkt nach Feldafing fährt).

Arbeitszeit: Man sollte immer zur Morgen- und zur Nachmittagsbesprechung da sein. In Tutzing geht es morgens um 7.45 Uhr los, in Feldafing um ca. 8.00 Uhr. Die Morgenbesprechung ist in Feldafing erst um 8.30 Uhr. Die Nachmittagsbesprechungen sind in beiden Häusern um 15.00 Uhr. Danach kann man häufig gehen. Wenn man was vorhat, ist früher gehen immer möglich.

Team: Alle Ärzte sind wirklich sehr nett (einschließlich der Oberärzte und des Chefarztes). Die Hierarchien sind eher flach. Das Verhältnis zur Pflege und zu den Therapeuten sehr harmonisch. Insgesamt ist die Stimmung in beiden Häusern sehr gut.

Lehre: Einmal in der Woche findet ein PJ-Unterricht statt. Hier seid ihr entweder alleine oder zu zweit mit einem Oberarzt. Deswegen ist der Unterricht sehr intensiv. Man bekommt 2 Fälle vorgelegt, bearbeitet diese zunächst für sich und bespricht sie danach mit dem Oberarzt. Die Themen sind so gewählt, dass man die wichtigsten Gebiete der Neurologie abdeckt. Ich fand den PJ-Unterricht wirklich spitze und habe dabei sehr viel gelernt. Daneben gibt es noch eine Fortbildung zu allgemeineren Themen (eher internistisch) und eine für die neurologischen Assistenten (interessante Fälle, Funktion, Psychiatrie…). Die Fortbildungen finden in Feldafing statt. Ihr könnt diese aber auch besuchen, wenn ihr in Tutzing seid.

Krankheitsbilder: Der Großteil der Patienten hatte einen ischämischen Schlaganfall oder eine Blutung. Diese unterschieden sich aber in ihrer Klinik, Schwere der Betroffenheit und in ihrem Verlauf sehr stark. Ihre werdet mit Sicherheit aber auch Patienten mit Parkinson, Myasthenie, MS, GBS, Neuritis vestibularis, PBL oder Meningitis sehen.

Eigene Aufgaben: Grundsätzlich gilt ihr müsst in beiden Häusern nichts tun, worauf ihr keine Lust habt. Auch die Blutabnahmen halten sich in Grenzen. In Tutzing übernimmt dies der Nachtdienst, in Feldafing gibt es eine Dame, die morgens die Blutabnahmen macht. Wenn diese nicht da ist, nehmen alle Assistenten gemeinsam Blut ab. Wenn man möchte, kann man Patienten aufnehmen und auch weiter betreuen. Der Chef wünscht sich auch, dass man diese Patienten bei der Chefarztvisite vorstellt. Bei der Betreuung der Patienten wird man aber nicht alleine gelassen. Die Assistenten kümmern sich weiterhin mit um die Patienten.

Bezahlung und Essen: Man bekommt fast 600 Euro im Monat. Das Essen müsst ihr jedoch selber bezahlen. In Tutzing gibt es einen Kiosk, in Feldafing eine Mensa.

FAZIT: Überragendes PJ, was ich zu 100 % weiterempfehlen kann.
alle Berichte lesen

Assistenzarztstellen - Stellenangebote für deine Weiterbildung